"Bei uns wird nicht gespuckt!"

Die Arbeit von Krippenbetreuerinnen ist gesellschaftsrelevant, aber unsichtbar. Ein Tag mit 14 Kleinkindern

Stadtleben | Besuch: Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 33/15 vom 12.08.2015

Man sagt, es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen. Das galt für Zeiten, in denen die Dorfgemeinschaft überschaubar, Verwandte zumeist Nachbarn waren und die meisten Menschen zuhause arbeiteten. Heute braucht es, um Erwerbsarbeit und Familienleben zu vereinbaren, oft die externe Betreuung in Krippe und Kindergarten, da die Verwandten entweder weit weg wohnen oder selbst arbeiten. Krippenbetreuung ist gesellschaftsrelevant, aber kaum sichtbar.

Wie schaffen es zwei Betreuerinnen, ein ganzes Dorf zu ersetzen und ein Dutzend fremde Kinder zwischen 18 Monaten und drei Jahren zu managen, die Argumenten noch nicht zugänglich sind, im Minutentakt Chaos produzieren und von denen die meisten noch in die Hosen machen? Das können sich nicht einmal Eltern vorstellen, die ihre Kinder täglich in der Krippe abgeben und zuhause mit ein, zwei Kindern schon an die Grenzen ihrer Geduld geraten. Der Falter wollte es wissen und begleitete eine Krippengruppe des privaten Kindergartens Villa Kunterbunt


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