Kolumne Außenpolitik

Republikaner in den USA: Geisterfahrer unter sich

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 33/15 vom 12.08.2015

Wenn die Wahl für die Nachfolge Präsident Obamas nicht noch 15 Monate und viele Vorwahlen entfernt wäre, müsste man alarmiert sein. Alle republikanischen Präsidentschaftskandidaten vertreten in konservativen Schlüsselfragen ähnlich extreme Positionen: Sicherheit vor Bürgerrechten, religiöser Fundamentalismus vor Liberalität, weniger Staat und niedrigere Steuern für schrankenlosen Wirtschaftsliberalismus. Und auf der Weltbühne militärische Aufrüstung und Machtdemonstrationen vor Dialog und Diplomatie.

Zu Beginn des Wahlkampfs müssen die Kandidaten die eigene Parteibasis überzeugen, um sich bei den Vorwahlen durchzusetzen. Ihre Aussagen zielen auf die Stimmung im eigenen Lager. Die erste Fernsehdebatte der republikanischen Bewerber hat gezeigt, wie weit der Schwerpunkt der Partei nach rechts und im Niveau nach unten gerutscht ist.

17 republikanische Bewerber gibt es. Die zehn mit den besten Umfragewerten - eine Männerrunde - diskutierten im Hauptabendprogramm, die restlichen


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