Nachgetragen

Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Politik | aus FALTER 33/15 vom 12.08.2015

Neuer Chef für das umstrittene Wiener Abdullah-Zentrum

NINA BRNADA

In Saudi-Arabien werde "nicht jeden Freitag" geköpft, sagte Claudia Bandion-Ortner vergangenes Jahr in einem Interview mit dem Profil. Dort zu leben wäre zwar nicht einfach, sie als emanzipierte Frau hätte da sicher ihre Schwierigkeiten. So musste auch sie sich bei ihrer Reise nach Saudi-Arabien in eine schwarze Abaya hüllen. "Aber ich muss sagen: Die ist praktisch. Ein angenehmes Kleidungsstück. Sie hat mich ein bisschen an den Talar erinnert", so die einstige ÖVP-Justizministerin.

Diese Worte waren der Anfang vom Ende von Claudia Bandion-Ortner als Vizechefin des König-Abdullah-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog (KAICIID). Das Zentrum steht seit seiner Gründung im Jahr 2012 in der Kritik, weil in dieser Einrichtung, die im noblen Wiener Palais Sturany untergebracht ist, viele ein Feigenblatt der Financiers in Riad sehen. Diese gehen brutal gegen Nicht-Muslime und Journalisten vor.

Bandion-Ortners


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