Der heilige Karl der Altbauten

Wie Billa-Gründer Karl Wlaschek einen großen Teil der Wiener Innenstadt unter seinen persönlichen Denkmalschutz gestellt hat

Politik | Nachforschung: Josef Redl | aus FALTER 33/15 vom 12.08.2015

Das prunkvolle Palais Daun-Kinsky an der Adresse Freyung 4 ist einer der imposantesten Paläste Wiens. Das von Barockbaumeister Johann Lucas von Hildebrandt in den Jahren 1713 bis 1719 errichtete Kinsky ist innen wie außen reich verziert mit Säulen, Statuen und Fresken. Im Laufe der Jahrhunderte haben in diesem Palast zahlreiche Adelsgeschlechter gelebt und ihre Spuren hinterlassen.

Wer durch das Portal tritt, trifft umgehend auf den bislang letzten Eigentümer: Karl Wlaschek. In einer Nische links vom Eingang steht eine Büste des Ende Mai 2015 verstorbenen Milliardärs. Unter der Namenszeile und den Geburts- und Sterbedaten steht auf dem Sockel: "Billa Gründer" und "Bürger von Wien". Die erste Zeile ist der Verweis auf das Lebenswerk des Mannes, der quasi aus dem Nichts ein Handelsimperium aufgebaut hat. Die Story eines Selfmademan, wie sie in Österreich selten ist. Die zweite Zeile ist ein Hinweis auf die enge Beziehung Wlascheks zu Wien - und auf das Andenken, das er seiner Heimatstadt


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