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IT-Kolumne

Medien | Anna Goldenberg | aus FALTER 33/15 vom 12.08.2015

Über den Niedergang der Handschrift kann man lamentieren. Die Vorteile des getippten Texts bleiben aber unumstritten seine Leserlichkeit und Neutralität. Dachte ich zumindest -bis Bloomberg News mein Weltbild ins Wanken brachte.

Im April erklärte mir ein Artikel des Medienunternehmens, dass ich meine Bewerbungsschreiben immer falsch verfasst hatte. Die weit verbreitete Schriftart Times New Roman zu verwenden sei nämlich ungefähr so schlimm, wie in Jogginghosen zum Vorstellungsgespräch zu kommen. Oje. Und kürzlich kam die Draufgabe: Auch bei E-Mails lag ich daneben. Arial oder Helvetica zu verwenden - die Voreinstellungen bei Gmail oder Apple Mail - sei auch pfui, weil schlecht lesbar. Die Buchstabenformen ähneln einander zu stark. Als Alternative werden Georgia oder die serifenlose Verdana empfohlen. Bis Jogginghosen salonfähig werden, lernen wir, gilt es, die eigenen Kalligrafiekünste zu perfektionieren.


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