Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Sommergrätzel VI: Payerbach, Reichenau, Frischsommer

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 33/15 vom 12.08.2015

Eh ein Klischee, das mit der Sommerfrische am Zauberberg und so. Andererseits kamen die Leute aus der Prä-Klimaanlagen-Zeit sommers nicht umsonst hierher: tagsüber angenehm, abends kühl, Schwarza klirrend kalt, Landschaft zum Schreien schön, Bahnanbindung perfekt, Fahrtdauer anderthalb Stunden.

Abgesehen davon gibt's hier wirklich ein paar sehr gute Sachen. Zum Beispiel die Konditorei Alber in Payerbach. Die schaut auf den ersten Blick wie eine besonders pittoreske Landkonditorei aus, gegenüber der 1909 errichtete Musikpavillon, Post und Kirche gleich daneben, sonntags soziales Zentrum des Ortes. Die Torten haben's in sich, Malakoff feiert hier fröhliche Urständ', die Ghega-Torte ist ein Dialog von Farben und Kalorien. Wirklich hot ist hier aber der Biscuit-Zwieback mit feinem Anisaroma, seit 1873 quasi unverändert hergestellt, Goldmedaille auf der Kochkunstausstellung 1884 - unbedingt mitnehmen.

Der Traditionszwieback

Auf der anderen Seite der Brücke über die Schwarza hat seit eineinhalb


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