Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Snake Dog IPA

Craft-Bier: So hübsch, teuer und überbordend gut

Stadtleben | MS | aus FALTER 33/15 vom 12.08.2015

Wer das Bier Snake Dog IPA ergattert hat, ist fix im Universum Craft-Bier mit der Koordinate India Pale Ale (IPA) gelandet; auch wenn der Aufwand dafür doch beträchtlich ist. Nicht nur, weil man in den Spezialgetränkemarkt pilgern, sondern weil man ungleich tiefer in die Tasche greifen muss. Wir sind bei ungefähr drei Euro für eine 0,33-Liter-Flasche oder -Dose angelangt, inklusive Selfservice. Eine kleine Craft-Bier-Party mit zwei Sixpacks würde demnach rund 40 Euro kosten. Mmh.

Wie sehr es sich doch auszahlt! Snake Dog IPA von der in den USA beheimateten Flying Dog Brewery, mit den Spezialhopfensorten Warrior und Columbus gebraut, hat die im Trend liegenden fruchtig-exotischen Aromen, gleichzeitig ist der Grad an Bitterkeit präsent und trotzdem fein ausgewogen. Die 7,1 Prozent Alkohol würde man ihm gar nicht zutrauen.

Zwischen Baltimore und Washington, D.C., etwas landeinwärts gelegen, braut die Flying Dog Brewery Biere, deren Namen und Etiketten bereits betörende Versuchung signalisieren: Raging Bitch Belgian Style IPA, Pearl Necklace Oyster Stout, Blood Line Blood Orange Ale. Die krakeligen Zeichnungen beschönigen nichts und bleiben bei der Wahrheit, so wie es sein soll. Die saftigen Preise bewirken auch, dass der Mensch weniger trinkt, tendenziell.

Der Brauereigründer George Stranahan war übrigens mit Hunter S. Tompson (1937-2005) befreundet. Das Vermächtnis an den Autor und "Gonzo-Journalisten" heißt Gonzo Imperial Porter.


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