Wenn die Gondeln Wiener tragen

Raften, paddeln und Party feiern: Erfrischende Wasserspiele in der Alten und der Neuen Donau

Lexikon | Expedition: Lydia Sprinzl | aus FALTER 33/15 vom 12.08.2015


Foto: SUP Center Wien

Foto: SUP Center Wien

Auch wenn viele Wienerinnen und Wiener ihren Urlaub gerade am Meer verbringen – für Daheimgebliebene bieten die Donauinsel sowie die Alte Donau allerhand Möglichkeiten, heiße Tage im und am kühlen Nass zu verbringen.

Bei den Booten gibt es neben den Klassikern Elektro-, Tret-, und Ruderboot auch Exemplare mit Rutsche (Eppel Bootsverleih Alte Donau), Sofa- oder sogar Inselboote. Dieser Luxus hat allerdings seinen Preis.

Lust auf Enspannung am Fluss? Ab jetzt gleiten die ersten Yogaboote über die Alte Donau. Zweitfrau-Sängerin Diana Lueger gibt als Yogalehrerin auf den Inselbooten Unterricht um 15 Euro pro Stunde (Bootsverleih Schinakl).

Manch heißer Tag lässt sich erst gegen Abend richtig genießen. All jenen, die es ans Wasser zieht, kann eine Vollmondfahrt empfohlen werden. Die nächste Möglichkeit dafür ist am 29. August. Mietet man sich für diesen Tag ein Boot, bekommt man eine Flasche Prosecco gratis dazu.

Bei der Segelschule Hofbauer gibt es für Kulinariker zusätzlich einen Picknickkorb gefüllt mit Antipasti-Variationen, Obst und Mineralwasser. Wer es weniger romantisch mag, kann sich ein Partyboot mit viel Drumherum mieten. Ein Boot für ein Grüppchen von bis zu zwölf Leuten kommt ohne Catering auf 60 Euro pro Stunde.

Alle, die ihre Zeit lieber schwimmend im Wasser verbringen, können dies in der Alten Donau auf einer neuen öffentlichen Liegewiese tun. Früher bekannt als das Arbeiterstrandbad, wurde dieses 23.000 Quadratmeter große Areal umgestaltet und ist mit seinen neuen Holzbänken und -tischen für Mensch und Tier zugänglich. Der Versuch, den Bereich möglichst naturnah zu halten, ist gelungen. So wurde zum Beispiel am Ufer nicht extra Schotter aufgeschüttet, sondern man stampft durch das Schilf ins Wasser.

Nass wird man auch beim Stand-up-Paddling im Strandbad Gänsehäufel, obwohl man dabei eigentlich auf der Wasseroberfläche dahingleiten sollte. Vor allem als Anfänger ist es zunächst eine ziemliche Herausforderung, die Balance auf dem Surfbrett zu halten. Während man verkrampft rund um das Gänsehäufel paddelt, ahnt man schon, dass ein Waden- und Oberschenkelmuskelkater am nächsten Tag so gut wie sicher ist.

Es ist empfehlenswert, sich für den ersten Kurs am Morgen zu entscheiden. Zunächst ist es dann angenehm kühl, außerdem sind noch nicht viele andere Fortbewegungsmittel auf der Donau unterwegs. Vom 28. bis 30. August kann man Stand-up-Paddling im Schein des Vollmonds auspro-
bieren.

Körperliche Anstrengung inklusive Erfrischung bietet die Wildwasseranlage auf der Donauinsel. Dort kann man sowohl raften als auch Kajak fahren. Um 59 Euro gibt’s eine Einführung in die Welt des Raftings, der Kajak-Einsteigerkurs kommt auf 100 Euro pro Stunde. Der nach einem Unfall geschlossene Wasserskilift an der Donauinsel hat wieder geöffnet und bietet Wakeboardern Abkühlung während eines rasanten Ritts über die
Wellen.

Auch die Kleinen kommen nicht zu kurz: Der Wasserspielplatz auf der Donauinsel bietet viele kühle Beschäftigungsmöglichkeiten. Ein Windrad, ein Hügel mit Bach, eine Hängebrücke, ein Wasserfall und ein Nichtschwimmerteich werden kostenlos angeboten. Mit einer Schleuse können die Kinder den Schiffsverkehr auf der Donau nachspielen.

Eltern kommen auch auf ihre Kosten: Eine Ruhezone inklusive Liegen findet man ebenfalls auf dem 5000 Quadratmeter großen Gelände.

Segel- und Surfschulen dürfen sowohl auf der Donauinsel (Seefahrtsschule Dibl) als auch auf der Alten Donau (Surf- und Segelschule Wien) nicht fehlen. Eine ganz besondere Schule ist auf der Alten Donau einquartiert: Wiens erster Gondelverein namens Voga Veneta. Auf dem Stundenplan steht das Steuern dieser langen, schmalen Booten, wie man sie von Venedig-Besuchen kennt.

Wer es lieber bequemer hat, lässt sich von einem Gondoliere übers Wasser chauffieren. Die bis zu zwölf Meter langen Gondeln wurden von den Seefestspielen Mörbisch gespendet, nachdem sie 1999 für das Stück „Eine Nacht in Venedig“ in der Lagunenstadt gekauft worden waren.

Dank der erfrischenden Freizeitmöglichkeiten auf den rund 30 Kilometern, die die Donauinsel und die Alte Donau bieten, kann man der Hitze der Stadt mühelos entfliehen. F

Information: www.alte-donau.info


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