Löffelchenliegen? Geh, schleich dich!

"Die Dating Queen" ist Judd Apatows jüngste Filmkomödie zum Geschlechterk(r)ampf. Warum ist der so zäh? Und waren Mann und Frau im Kino nicht schon einmal weiter?

Feuilleton | Paartherapie: Klaus Nüchtern | aus FALTER 33/15 vom 12.08.2015

Es ist wohl eine der kürzesten Sexszenen der Kinogeschichte. Und daran trägt ausnahmsweise nicht der Mann Schuld, denn der macht alles, was von ihm verlangt wird: Nachdem ihn Amy unter die Decke und zwischen ihre Schenkel manövriert hat, bringt er sie - die etwas andere Männerfantasie - in circa 17 Sekunden oral zum Höhepunkt. Worauf Amy ansatzlos und befriedigt schnarchend einpennt.

Die Idee, er würde jetzt auch auf seine Kosten kommen, kann sich der Typ also abschminken. Ist Amy, die auch bei der Einnahme diverser stimulierender Substanzen mehr Gourmand als Gourmet ist, schon dermaßen breit, dass sie sich am nächsten Morgen in einer fremden Wohnung findet, ist der Katzenjammer gleich doppelt groß. Mit dem Beischläfer im selben Bett aufwachen?

Wenn sich eine Frau wie ein Macho gebärdet, sind natürlich erst recht die Männer schuld, diesfalls ist es der Herr Papa. Der erklärt in der Rückblende, mit der "Die Dating Queen" (Originaltitel: "Trainwreck"), Judd Apatows jüngste Regiearbeit,


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