Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Teastories

Ein Konzeptgeschäft, das noch gefehlt hat und mehr könnte

Stadtleben | MS | aus FALTER 34/15 vom 19.08.2015

Er schaut schwer nach Hipster aus, der Shop von Teastories am Wiener Westbahnhof. Wenn man einmal etwas Zeit hat und nicht in Eile zum Zug hastet, dann lohnt es sich aber, dort auf einen Sprung vorbeizuschauen. Wer auf Reisen ist, der hat auch manchmal ein Geschenk nötig. Dort gibt es um die 50 verschiedene Teesorten, zum Teil aus biologischem Anbau, die man sich entweder mitnehmen oder sofort aufbrühen lassen kann.

Tea to go, nein, keiner mit Bubbles, sondern hochwertiger Tee wird dort geboten. Leider gibt es auch diese aromatisierten, die wir gleich wieder aus unserem Bewusstsein löschen. An den heißen Tagen bietet sich der Eistee an. Sehr zu empfehlen ist "Mint to Be", das ist eine Mischung aus marokkanischem Grüntee, Kardamom, Zimt und frischer Minze. Großartig. Die anderen hören sich ebenfalls toll an: Honeymee (koreanischer Tee mit in Honig eingelegtem Ingwer), Limoncello (Grüntee mit frisch gepresstem Zitronensaft). Für wen es halt sein muss, gibt es noch Berry Crush (Früchtetee, ebenfalls mit Zitrone). Toll sind auch die Accessoires, die dort geboten werden: schicke BPA-freie Wasserflaschen, Tea-Tumbler und vieles mehr.

Eines muss man schon auch sagen: So schön Konzept, Interieur und Sortiment sind, so unaufgeräumt ist es auch dort. So sehr, dass man sich fast wundert, dass das durchgeht. Es könnte nämlich mehr sein als ein bloßes Durchzugsgeschäft. Dafür müsste man mehr auf Service setzen. So, jetzt ist es heraus.


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