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Die Prunkbauten der bürgerlichen Aufsteiger

Lexikon | NS | aus FALTER 34/15 vom 19.08.2015

Die Familien hießen Epstein, Ephrussi oder Todesco: Es waren jüdische Bauherren, die mit ihren historistischen Prachtbauten das Gesicht der Wiener Ringstraße stark mitprägten. Die österreichischen Juden erhielten erst 1860 das Recht auf Grunderwerb. Die Ausstellung "Ringstraße. Ein jüdischer Boulevard?" geht den vielen Facetten seiner Baugeschichte und den gesellschaftlichen Entwicklungen der damaligen Ära nach. Der Fokus richtet sich auf das kulturelle Engagement einer kleinen Elite von Bankiers und Unternehmern, die zur wirtschaftlichen Blütezeit beitrugen, ebenso wie auf die soziale Kluft, die in jener Zeit immer größer wurde. Damals wurden Feindbilder vom "kapitalistischen Börsejuden" bis zum "zerlumpten Ostjuden" salonfähig.

Jüdisches Museum Wien, bis 18.10.


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