Wo unsere Schulen versagen: Zwei Spurensuchen

Zwei durchaus persönlich geschriebene Sachbücher gehen der Frage nach, warum das Bildungssystem Ungleichheit fortschreibt

Politik | REZENSION: HEIDI SCHRODT | aus FALTER 34/15 vom 19.08.2015

Mit unseren deutschen Nachbarn verbindet uns im Bereich der Schule einiges, aber die Gemeinsamkeiten bieten nicht nur Anlass zur Freude. Denn seit mehr als 15 Jahren wissen wir aus internationalen Bildungsvergleichsstudien, dass in beiden Ländern wie sonst fast nirgendwo die Zukunft von der Herkunft bestimmt wird.

28 Prozent der Studierenden an österreichischen Universitäten kommen aus Akademikerfamilien, hingegen nur vier Prozent aus Familien, in denen die Eltern nur Pflichtschulabschluss haben; ganz ähnlich verhält es sich in Deutschland.

In beiden Ländern werden die Kinder, wie sonst nirgendwo, im Alter von zehn Jahren in verschiedene Schultypen aufgeteilt. "Das Gymnasium bleibt" markiert hier wie dort die Grenzlinie, die nicht überschritten werden darf. Ideologische Grabenkämpfe verhindern hier wie dort grundlegende Bildungsreformen.

Zwei Bücher setzen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit diesen Besonderheiten der jeweiligen Schulsysteme auseinander.

Marco Maurer, Jahrgang


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