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Die Glosse vom Falter

Falter & Meinung | aus FALTER 34/15 vom 19.08.2015

Und wieder hatten die Arbeiter und Arbeiterinnen das Nachsehen: Mariä Himmelfahrt fiel auf einen Samstag. Bernhard Achitz, der Leitende Sekretär des ÖGB, nahm diesen kalendarischen Unfall zum Anlass, um über eine Kompensation nachzudenken. "Man könnte solche Feiertage auf den drauffolgenden Montag verschieben", erklärte der Gewerkschaftler.

Warum kommt diese Forderung erst jetzt? Wie viele Christ-und Neujahrstage liegen bereits hinter uns, die den Produzenten und Produzentinnen vorenthalten wurden, nur weil es sich um Samstage und Sonntage handelte? Dabei ist von den 40 Feiertagen, die in der Barockzeit begangen wurden, ohnehin nur mehr ein Bruchteil übriggeblieben. Außerdem konnte man damals bereits um 16 Uhr nach Hause gehen, wenn ein Feiertag bevorstand.

Wir Textproduzenten unterstützen die Forderung nach einer Gegenreformation der Feiertage, fordern aber den Donnerstag als Ersatz, einen Heiligen-Marx-Tag. Mit dem Freitag als Fenstertag wäre ein Kurzurlaub drin.


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