Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Sommergrätzel VII: Das Dorf des kleinen Pötz

Stadtleben | LOKALAUGENSCHEIN: FLORIAN HOLZER | aus FALTER 34/15 vom 19.08.2015

Es gibt hier keinen Heurigentourismus, weshalb Pötzleinsdorf auch nicht so aussieht wie etwa Neustift gleich daneben. Hier sind die Häuser alt und niedrig, hier ist es ruhig und idyllisch, hier befinden sich die Villen, Schlösser und Patrizierhäuser in entsprechendem Ambiente. Hier wohnen Botschafter, Oligarchen und Prominente.

Ein ungarischer Franzose

Der Plattenbau an der Wendestelle des 41ers scheint das einzige Haus in der Gegend zu sein, das nicht zumindest vor 100 Jahren gebaut wurde, ein Wirtshaus war hier immer schon drin, zehn Jahre lang Die Wirtschaft, dann ein La Grappa. Im Frühling zog eine Budapester Lokalkette ein und machte ein Petit Déj draus, mit viel Holz, adrettem Gastgarten, Patisserie und Bäckerei. Gebacken werden die Sachen in der Budapester Zentrale, was für Frischprodukte wie Tartelettes, Mousses und Eclairs jetzt vielleicht nicht den Extravorteil darstellt, aber ziemlich okay sind sie immer noch. Die Croissants zählen laut Auskennern zu den Besseren in Wien


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