Digitalia

IT-Kolumne

Medien | ANNA GOLDENBERG | aus FALTER 34/15 vom 19.08.2015

Seit einiger Zeit enden immer mehr E-Mails und das Gesimse mit Hinweisen auf das Wetter am Wohnort des Absenders. Verregnete Grüße! Sonnige Grüße!", beobachtete Zeit-Magazin-Kolumnist Harald Martenstein letzte Woche. "Die Ansichtskarte aus dem Urlaub ist in die Geschäftspost eingewandert." Über die möglichen Gründe für diesen Trend hält er sich bedeckt, aber dafür gibt's ja mich, stets zu Diensten!

Erstens, Ansichtskarten sind halt schon recht intim. Für Millionen Internetnutzer zugängliche Urlaubsfotos auf Instagram sind unverfänglicher. Zweitens, Freude und Leid soll man teilen, und vor allem im Urlaub spielt da das Wetter oft eine entscheidende Rolle. Hat absolut nichts mit Angeben zu tun. Drittens, der Wetter-Gruß dient auch der Dokumentation für die Nachwelt und bietet Material für Analysen, wenn "Die gesammelten E-Mails der Anna G." einmal Pflichtlektüre im Deutschunterricht sein wird. Verschwitzte Grüße!


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige