DEBATTE

Die Haus-der-Geschichte-Debatte: Was war, was kommt

Politik | aus FALTER 35/15 vom 26.08.2015

Eine überraschende Entscheidung und der Aufschrei Ende 2014 verkündet Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ), das "Haus der Geschichte" solle in der Neuen Burg am Heldenplatz einziehen. Museumspolitiker kritisieren die Entscheidung, Unterstützer für die derzeit dort ausgestellte Alte-Musikinstrumente-Sammlung formieren sich.

Eine unorthodoxe Idee Wissenschaftsstaatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) schlägt Ende Juli vor, statt eines "Hauses der Geschichte", das in frei gewordene Räume des Kunsthistorischen Museums in der Neuen Burg einzieht, doch lieber gleich ein "Haus der Zukunft" am Heldenplatz neu zu bauen.

Den Heldenplatz neu denken? Der Architekt Gerhard Steixner von der TU Wien plädiert im Falter vor zwei Wochen für einen Museumsneubau und eine Öffnung des Heldenplatzes zum Ring. Barbara Tóth schlägt in der gleichen Ausgabe in ihrem Kommentar einen neuen Namen für den Platz vor: "Forum der Republik". Matthias Dusini hat zuvor für das Künstlerhaus und einen Sponsor Haselsteiner plädiert.

Wir führen die Debatte mit einem Text von Rudi Schicker, der nicht auf den auf den vorhergehenden Seiten veröffentlichten Aufruf Bezug nimmt, sondern bereits durch vorher erschienene Falter-Artikel angeregt wurde, weiter. Schicker argumentiert gegen einen Neubau auf dem Heldenplatz. Das schien uns so gut zum Thema zu passen, dass wir ihn gleich als Debattenbeitrag veröffentlichen. Weitere Texte folgen in den nächsten Wochen.

Der Falter hat eine Tradition als Forum für Debatten von Fragen der öffentlichen Darstellung der Republik. Zum Beispiel wurden hier die Gestaltung des Albertinaplatzes, jene des Judenplatzes und diverse Bedenk-und Gedenkjahre der Republik kontroversiell und ausführlich diskutiert.


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