Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Herausgebers

Zur Lage: Wut, Hetze, Angstlust und der Bedarf an klaren Worten

Falter & Meinung | Von Armin Thurnher | aus FALTER 35/15 vom 26.08.2015

Ausgestanden ist die Affäre um die Drohungen gegen Florian Klenk zwar nicht, aber abgekühlt. Schweizer und deutsche Medien griffen den Fall auf, mit deutlichem Abscheu vor rechtem Hass, Drohungen und Hetze (Seite 4). In Österreich berichteten die Apa und einige Zeitungen. In den Social Media gab es Zeichen von Solidarität mit Klenk und dem Falter.

Die Wut des Zeitalters ist tief, wie schon bei Heimito von Doderer geschrieben steht, dem großen österreichischen Zornschriftsteller. Die Zornbanken (ein Begriff des Philosophen Peter Sloterdijk) gehen über, die realen Banken schwimmen im Scheingeld, aber die Realität der Krise hat sie am Krawattl. Schon purzeln die chinesischen Kurse, und bald purzelt auch der Rest. Es wird spekuliert, als schrieben wir kurz vor 2008. Die Krise wird die Wut noch steigern.

Deutsche Neonazis und IS-Terroristen aus aller Herren Länder schieben den Pegel der Unmenschlichkeit beständig nach oben. Kaum ein Politiker spricht ein klares Wort dagegen. Der Wiener


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