SÜDWÄRTS

Das Ende der Post-Franco-Ära

Die ökonomische Krise in Spanien beschleunigt die politische Krise des hergebrachten Regierungssystems

Von Mònica Clua-Losada | Politik | aus FALTER 35/15 vom 26.08.2015

Das Auf und Ab des politischen Takts in Spanien ist schon in vielen Zeitungsartikeln beschrieben worden, meist fehlt aber ein tieferes Verständnis seiner Triebkräfte.

Es fällt schwer, die politische Situation in Spanien wirklich zu verstehen, und es ist ziemlich riskant, etwas vorauszusagen, denn seit 2011 zeichnen sich die politischen Prozesse in Spanien dadurch aus, dass sie unerwartete Wendungen nehmen. Prognosen sind da noch einmal riskanter als sonst.

Die zeitgenössische spanische Politik und insbesondere die linke Politik - die Defensive der traditionellen Sozialdemokraten und der Aufstieg radikaler und unabhängiger Linker - hat ihren Ausgangspunkt bei den Besetzungen und Massendemonstrationen, die mit dem 15. Mai 2011 begannen, bei den Besetzungen öffentlicher Plätze (wegen dieses Datums wird die Bewegung 15-M-Bewegung genannt).

Diese Aktionen begannen eine Woche vor den Kommunalwahlen. Dem Aufschrei und Aufstand auf den öffentlichen Plätzen folgte ein Erdrutschsieg des konservativen

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