Aussteigerlektüre: Anschauungsmaterial für künftige Dropouts

Stadtleben | aus FALTER 35/15 vom 26.08.2015

"Walden oder Leben in den Wäldern" des USamerikanischen Schriftstellers und Philosophen Henry David Thoreau aus dem Jahr 1854 gilt bis heute als die Aussteigerbibel. Um zurück zur Natur, zum einfachen Leben und zu sich selbst zu finden, machte Thoreau einen Selbstversuch und lebte zwei Jahre lang in einer selbstgebauten Blockhütte am Walden-See. In Tagebucheinträgen beschreibt er seinen Rückzug in die Wälder, das Leben in der Natur und seine Gedanken über Ökonomie und Einsamkeit.

Der 1957 erschienene, autobiografisch angehauchte Roman "On the Road" von Jack Kerouac wurde schnell zum Manifest der Beatnik-Generation. Kerouacs Helden sind keineswegs verblasene Naturliebhaber, die davon träumen, als kontemplative Einsiedler im Wald zu leben. Sie trampen rastlos und voll auf "Sex, Drugs & Jazz" durch die USA und Mexiko, ständig auf der Flucht vor dem amerikanischen Spießbürgertum der 1950er-Jahre. Fast 60 Jahre später ist "On the Road" zwar längst, auf einen leichtverdaulichen Roadmovie


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