DEBATTE

Alles Helden, oder was?

Warum sich weder Heldenplatz noch Hofburg als Ort für ein Haus der Geschichte eignen

Politik | Kommentar: Rudi Schicker | aus FALTER 35/15 vom 26.08.2015

Der Falter hat sich in mehreren Artikeln (Ausgabe 33/15, Seite 6/7, 12,14-17) mit dem Haus der Geschichte, dem Heldenplatz und anderen Ideen rund um die Ringstraße beschäftigt. Ich fühle mich dazu verleitet, einen ganz persönlichen Kommentar dazu abzugeben, der weder etwas mit meiner früheren noch mit meiner aktuellen Funktion zu tun hat.

Die Ringstraße wird heuer gefeiert, 150 Jahre ist es her, dass der neoabsolutistisch herrschende Kaiser die Straße eröffnete. Fraglos ein spannendes und für die Monarchie einzigartiges Projekt. Für Europa nicht mehr ganz neu, viele Residenzstädte wurden damals durch Boulevards neu gestaltet. Sie waren allesamt Ausdruck von Macht. Ein Teil der Wiener Ringstraße sollte das sogenannte Kaiserforum werden. Hofburg und Hofstallungen sollten durch die beiden Flügel der Neuen Burg und die beiden Museen verbunden werden. Für ein neues Rathaus der Wiener Bürger war zunächst nichts vorgesehen. Auch das Parlament wäre hinter dem westlichen Trakt der


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige