Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Highball

Das Mittel der Wahl: Whisky in den Hinterhöfen

Stadtleben | MS | aus FALTER 35/15 vom 26.08.2015

Man trägt ein Leben lang eine bestimmte Meinung über einen bestimmten Drink mit sich her um, und dann passiert mit einem Mal etwas, mit dem nicht zu rechnen war: Man wird überrascht und revidiert! Aber leise, bitte. Nicht so laut!

In den Hinterhöfen dieser Stadt treffen Menschen aufeinander, die zwei Sachen lieben: die Feinspirituose und das Amüsement. Im Boozeclub, einem Langzeitkunstprojekt von Udo Bohnenberger nahe dem Stadtzentrum Wien, hat der Single Malt Scotch Whisky den Äther als Medium verdrängt.

Man muss schon einen Gaumen aus Stahl haben, um ihn pur zu nehmen, was aber manchmal notwendig ist. Aber probieren Sie doch einmal Curiosity Highball! Sie revidieren stante pede Ihre schlechte Meinung, die Sie eventuell über den Longdrink hatten, der aus Whisky und Cola gemixt wird. Denn kein Coca-Cola, sondern eine edle Colavariante wird hier verwendet. Und bitte denken Sie nicht, aufgrund der Limonade würde man hier billigen Whisky nehmen. Nein! Es kommt ein erstklassiger, sehr torfiger Single Malt aus Schottland zum Einsatz.

Wenn man das Glas bekommt, dann denkt man sofort an etwas Medizinisches. Großartig! So muss Alkohol schmecken, es ist die richtige Medizin für das alles hier. Und auch alles andere, was die Menschen in den Hinterhöfen dieser Stadt sonst noch lieben, gibt es hier: Negroni (Campari, Wermut, Gin) mit einem liebevoll "orangierten" Glasrand und einem Eiswürfel, der perfekt ins Glas passt. Einfach nur exzellent.


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