Wir basteln uns unsere Meinung gegen das System

Demokratiefeinde, Islamophobe, Putin-Freunde, Linksnationale und Rechtsextreme: Was wollen die Macher der Querfront?

Politik | Rezension: Rudolf Walther | aus FALTER 35/15 vom 26.08.2015

Der mediale Betrieb wird geprägt von begrifflichen Unschärfen. Von zentraler Bedeutung für kommunikative Wirrnisse sind Begriffe wie "Populismus" und "Querfront". Der Publizist, langjährige Redakteur und Kommunikationsberater Wolfgang Storz hat für die Otto-Brenner-Stiftung eine Kurzstudie erstellt, die auf diesem Feld für etwas mehr Durchsicht sorgt: "'Querfront'. Karriere eines politisch-publizistischen Netzwerks".

Die empirische Grundlage für die vom Autor als "Recherche-Studie" verstandenen Arbeit bildet ein rechtslastiges Netzwerk, das sich selbst ebenso jenseits des Links-rechts-Schemas ansiedelt wie jenseits aller Institutionen (Parteien, Verbände, Interessengruppen) und medialen Einrichtungen. Die politischen Akteure verstehen sich als Sprachrohr des "Volkes" bzw. als Antwort auf "die" Politik, "die" Parteien, "die" Presse und "die" Medien, mit denen man nichts mehr zu tun haben wolle. Insofern sind die Selbstdarstellungen des Netzwerks um die Polit-Akteure Ken Jebsen und

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