Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 35/15 vom 26.08.2015

Pop

Yo La Tengo: Stuff Like That There

Die US -Band um Gitarrist Ira Kaplan und Schlagzeugerin Georgia Hubley gehört zu jener Handvoll Indierockbands, auf die man sich verlassen kann. Alle zwei, drei Jahre veröffentlicht sie ein leiwande Platte mit zeitloser - vielleicht auch: aus der Zeit gefallener - Gitarrenmusik zwischen zart und krachig. "Stuff Like That There" betont die weiche Seite und versammelt Neuaufnahmen alter YLT-Songs, neue Songs sowie Covers, darunter eine traurigschöne Deutung von The Cures "Friday I'm in Love". Seufz. (Matador) SF

Pop

Möström: We Speak Whale

Die drei Frauen in Unterleiberln auf dem Bandfoto blicken so drein, als könnten sie ein Packl Haustätschen durchaus zügig ausliefern. Ihr blubbernder, knirschender und grammelnder Noise-Pop indes ist zwar störrisch und sperrig, aber eher vers(p)onnen als aggressiv. "Humpty Dumpty" beginnt zwar so, als würde die Figur aus dem Kinderreim ansatzlos zerdeppert, sie wackelt über schepperndem Gecluster und burlesker Bassklarinette aber ganz tapfer einher. Was das Titelstück den Walen wohl erzählt?(Unrecords) KN Release-Party: 1.9. im Rhiz

Klassik

Alice Coote: L'Heure exquise

Alice Coote hat sich als Opernsängerin einen Namen gemacht, doch auch der Liedgesang liegt ihr am Herzen. Nach Schubert, Händel, Mahler und Schumann hat die britische Mezzosopranistin mit dem samtigen Timbre nun die französische Gesangskunst für sich entdeckt. Mit Graham Johnson interpretiert sie expressionistische Lieder von Reynaldo Hahn, Gabriel Fauré und Ernest Chausson bis hin zu Debussy, Poulenc oder Satie und schafft hinreißende Stimmungsbilder, wo sich alles um die Liebe dreht. (Hyperion) MDA


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