Neue Bücher

Was man sonst noch zum Leben braucht: Schlaf und Humor

Feuilleton | aus FALTER 35/15 vom 26.08.2015

Der Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums an der Charité Berlin hat ein ebenso unterhaltsames wie kluges Buch geschrieben. Natürlich über Schlaf. Dass sich auch ein Zuviel davon störend auf das Leben auswirken und krankhaft sein kann, erfährt man darin zwar auch, aber grundsätzlich betont Fietze, dass die Leistungsgesellschaft sich vor allem störend auf Länge und Qualität des menschlichen Schlafes auswirkt. Fietze ist Realist. Er sieht ein, dass es sich nur wenige Menschen leisten können, von Lärmquellen wie Straßen oder Flughäfen wegzuziehen oder einen Job mit Schichtdiensten aufzugeben. Er tut aber, was er kann, um auf Politik und Arbeitgeber einzuwirken. So rät er, dass gesellschaftlich nötiger Schichtdienst etwa bei der Polizei nur von jungen, gesunden Mitarbeitern geleistet werden sollte, und schreibt notfalls auch Atteste, die Patienten für arbeitsunfähig unter für sie belastenden Bedingungen erklären. KCH

Ingo Fietze: Über guten und schlechten Schlaf. Kein &Aber,


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