Nüchtern betrachtet

Mein Begehr: Ich wär gern Multifunktionär!

Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Feuilleton | aus FALTER 35/15 vom 26.08.2015

Seit ich zum Klassensprecherstellvertreter der 6C am 1. BG und BRG Wien X gewählt wurde, ist es mir gelungen, ein geschätztes Dutzend Funktionen auszuüben. Und wie so oft waren die unbezahlten auch die schillerndsten: Vorstandsmitglied des von meinem Parallelklassenspezl Heinz Schmolz gegründeten Institute for Applied Moronism, Obmann des Vereins der Freunde von Handsemmel Records oder Leiter des Referats für Kritische Geisteswissenschaften, das sich vordringlich der Abhaltung eines Adornoarbeitskreises mit anschließendem Schmalzbrotverzehr widmete.

Anstatt einen meiner Traumberufe zu ergreifen - in chronologischer Reihenfolge: Savannentierarzt, Surrealist und Multifunktionär -, bin ich Journalist geworden und auch nicht unglücklich darob, denn ich weiß, dass ein One-Trick-Pony froh sein muss, wenn es den Job kriegt, den es machen kann. Multifunktionär wär ich aber schon sehr gern geworden. Weil die bedeutendsten Agenturen auf diesem Sektor - Procter & Gamble, Hulesch &Quenzel,


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