DEBATTE

Sie hab'n a Haus baut

Haus der Geschichte, Haus der Zukunft, am Heldenplatz oder doch lieber im Arsenal? Ein Einstieg in die Debatte für alle, die den Überblick suchen

Politik | Fragen und Antworten: Matthias Dusini und Barbara Tóth | aus FALTER 35/15 vom 26.08.2015


Foto: APA/Hans Klaus Techt

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Wer will ein Museum der Republik?

Offiziell alle in der Regierung, es existiert dazu auch ein einstimmiger Ministerratsbeschluss. Aber so einfach ist die Sache nicht. Initiiert oder besser wiederbelebt hat das Projekt Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ). Die Idee ist aber schon 20 Jahre alt. Leon Zelman, Leiter des „Jewish Welcome Service“ sprach als Erster von einem zeitgeschichtlichen Museumsort in Wien. Er schlug 1998 gemeinsam mit dem Politologen Anton Pelinka ein „Haus der Toleranz“ im Palais Epstein vor. Es sollte sich mit dem Holocaust auseinandersetzen – Zelmans Lebensthema. Heinz Fischer, damals Nationalratspräsident, heute Bundespräsident, versprach damals, sich für ein derartiges Haus einzusetzen. Er kann als stiller, aber wichtiger Förderer angesehen werden, allerdings widersetzte er sich dem von Zelman präferierten Ort.


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