Zahlen, zahlen, zahlen

Die öffentliche Schule ist kostenlos? Schon längst nicht mehr. Und je mehr mithilfe von Laptops gelernt wird, umso teurer wird es für die Eltern

Stadtleben | Kostenschätzung: Sibylle Hamann | aus FALTER 35/15 vom 26.08.2015

Es war ein Herzstück der gesellschaftspolitischen Reformen der Kreisky-Ära: das Gratis-Schulbuch. Davor hatte in österreichischen Schulbänken eine gnadenlose Hierarchie geherrscht: Eltern, die es sich leisten konnten, kauften ihren Kinder neue Bücher. Kinder armer Eltern hingegen mussten sich mit von Dutzenden Kinderhänden bereits abgegriffenen, zerlesenen Exemplaren aus der Bücherlade begnügen.

Die Reformen der 1970er-Jahre wollten mit dieser Ungerechtigkeit Schluss machen. Alle Schulmaterialien sollten für alle Kinder kostenlos sein. "Zur Erleichterung der Lasten, die den Eltern durch die Erziehung und Ausbildung der Kinder erwachsen", hieß es im 1972 beschlossenen Gesetz, sollte der Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) die Kosten übernehmen. Damit jedes Kind auf seinem Bildungsweg die gleichen Chancen hat.

Nun gehen die großen Ferien bald wieder zu Ende, die Schultaschen werden aus den Ecken geholt, und Eltern machen sich erste Gedanken, welche Besorgungen fürs neue Schuljahr


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