Bussi, Bussi

Meine Freunde, die Piranhas: Was Lorenz Seidlers (eSeL) Begrüßungsbilder über die Rituale der Kunstszene sagen


Studie: Matthias Dusini
Feuilleton | aus FALTER 35/15 vom 26.08.2015

Wenn sie sich begrüßen, ist ein lauter Schmatz zu hören. Andere schreiten feierlich aufeinander zu. Aah, du hier! Die innige Umarmung, der entzückte Aufschrei, das flüchtige Bussi-Bussi gehören zu den Ritualen von Vernissagen und Theaterpremieren. Hinter der freundlichen Fassade verbergen sich die feinen und gemeinen Unterschiede des "künstlerischen Feldes", wie die Soziologen zu sagen pflegen. Grüßen bedeutet Anerkennung. Wer nicht gegrüßt wird, ist ein armer Tropf.

Seit sieben Jahren dokumentiert der Wiener Journalist und Künstler Lorenz Seidler, der eSeL genannt werden will, gesellschaftliche Ereignisse rund um die Kunst. Er geht auf Pressekonferenzen und Vernissagen, Symposien und Preisverleihungen und hält mit seiner Kamera Begegnungen fest.

Künstlerinnen treffen Sammler, Kuratoren unterhalten sich mit Theoretikerinnen und Politiker bedanken sich bei Museumsdirektorinnen. Auf seinem Blog esel.at veröffentlicht Seidler jede Woche mehrere Fotostrecken über die Events. Eine

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