Nachgetragen

Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Politik | aus FALTER 35/15 vom 26.08.2015

Jesus kann nichts dafür: Warum Kindergärtnerin in Wien ihren Job verlor

NINA HORACZEK

Es ist ist Wasser auf den Mühlen der FPÖ: Vergangene Woche berichtete die Kronen Zeitung, die Stadt habe eine Kindergärtnerin entlassen, auch weil diese "die Kinder über die Bedeutung des christlichen Weihnachtsfestes aufgeklärt" habe. Dies stehe einem Protokoll der zuständigen Magistratsabteilung 10, schreibt die Krone. Da habe man es erstmals schriftlich, wie "unsere Kultur, unser Weltbild schon im Kindergarten zurückgedrängt werden soll", wetterte Wiens ÖVP-Chef Manfred Juraczka.

Allein: Stimmt die Geschichte mit dem Weihnachtsfest? Die Krone stellte dem Falter das Protokoll auf Nachfrage zur Verfügung. Richtig ist, dass darin kritisiert wird, die Pädagogin habe Kindern "religiöse Inhalte" vermittelt. Das sei "unglücklich formuliert", sagt der zuständige Stadtrat Christian Oxonitsch. Im Protokoll steht aber auch, dass die Pädagogin sich "als Christin" weigerte, mit Hortkindern ein "Gespensterfest"


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