"Kritik ist nicht per se fortschrittlich"

Der Publizist Thomas Edlinger erklärt, warum übertriebene Kritik kontraproduktiv ist und warum es hilfreich sein kann, eine Anstandsbrille zu tragen


Verhör: Klaus Nüchtern
Feuilleton | aus FALTER 36/15 vom 02.09.2015

Was haben der Schnelldenker Slavoj Žižek und die Dschungelcamp-Herzenskönigin Larissa Maroldt, die institutionskritische Kunst und der Islamische Staat, die Binnen-I-Polizei und das Übersetzungsprogramm von Google gemeinsam? Ganz recht, sie kommen alle im jüngsten Essay des Publizisten, Radiomachers und designierten Intendanten des Kremser Donausfestivals Thomas Edlinger vor. Er trägt den Titel "Der wunde Punkt" und handelt, wie der Untertitel verrät, "vom Unbehagen an der Kritik". Gerade weil diese ubiquitär geworden ist und in den Museen ebenso selbstverständlich zuhause ist wie in den sozialen Netzwerken und Foren, ist sie auch inflationär geworden. Edlinger denkt darüber nach, wie man die Kritik kritisieren kann, ohne damit den Ast abzusägen, auf dem man sitzt. Der Falter möchte mitdenken und hat dem Autor ein paar kritische Fragen gestellt.

Falter: Sind Sie schon dabei, das Donaufestival zu planen?

Thomas Edlinger: Ich mache mir schon Gedanken, aber bis 2017 ist noch etwas

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