Kolumne Außenpolitik

Plant die Atommacht Nordkorea nun die friedliche Koexistenz?


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 36/15 vom 02.09.2015

Zieht Kim Jong-un in Nordkorea die Fäden oder ist der Diktator nur ein Aushängeschild des Militärs? Die Frage wird seit Jahren diskutiert. Das Auf und Ab von Hochspannung und Entspannung auf der koreanischen Halbinsel löst Verwunderung aus. In der bizarren Welt der nordkoreanischen Eliten könnte der abrupte Wechsel jedoch durchaus im Interesse des Enkels von Staatsgründer Kim Il-sung liegen.

Den Durchbruch nach nächtelangen Verhandlungen gab es, als die nordkoreanische Delegation einer Forderung Südkoreas entgegenkam, die als unannehmbar galt: Nordkorea müsse sich für Landminen entschuldigen, die in der demilitarisierten Zone südkoreanische Soldaten verletzt haben. In einer diplomatischen Tradition, in der es das Wichtigste ist, das Gesicht zu wahren, schien diese Hürde unüberwindbar. Bis der Verhandlungsführer aus Pjöngjang den befreienden Schritt tat: Nordkorea bedauert die Opfer und ist bereit, das Mitgefühl auch öffentlich zu machen. Das war keine direkte Entschuldigung,

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