Kunst Kritiken

Schwedische Landschaft im atomaren Schatten

Lexikon | NS | aus FALTER 36/15 vom 02.09.2015

Die Kamera umkreist ein zusammengeschustertes Haus. Ist es eine Ruine oder ein unfertiger Rohbau? Dann beginnen Stimmen vom Bauherrn zu erzählen, einem bärenstarken, unheimlichen Kerl wie eine Märchenfigur. John Skoog erhielt 2014 den Baloise-Kunst-Preis, zu dem auch eine Schau im Mumok gehört. Der Künstler geht der gesellschaftlichen Verfassung von Schweden in den 1970er-Jahren nach, als die Angst vor Atomangriffen einen Landarbeiter wie Karl-Göran Petersson zum Bau eines Bunkers führte. An den Wänden hängen interessante Reproduktionen von Grafiken, die der Bevölkerung das Verhalten im Kriegsfall zeigen sollten. Düsterkeit dominiert auch in Skoogs anderen beiden Filmen, die auch karge Landschaft prägt.

Mumok, bis 27.9.


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