DEBATTE

Die Haus-der-Geschichte-Debatte, Teil 2: für einen Standort Hofburg

Politik | aus FALTER 36/15 vom 02.09.2015

Eine überraschende Entscheidung und der Aufschrei Ende 2014 verkündet Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ), das "Haus der Geschichte" solle in der Neuen Burg am Heldenplatz einziehen. Museumspolitiker kritisieren die Entscheidung, Unterstützer für die derzeit dort ausgestellte Alte-Musikinstrumente-Sammlung formieren sich.

Eine unorthodoxe Idee Wissenschaftsstaatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) schlägt Ende Juli vor, statt eines "Hauses der Geschichte", das in frei gewordene Räume des Kunsthistorischen Museums in der Neuen Burg einzieht, doch lieber gleich ein "Haus der Zukunft" am Heldenplatz neu zu bauen.

Den Heldenplatz neu denken? Der Architekt Gerhard Steixner von der TU Wien plädiert im Falter vor zwei Wochen für einen Museumsneubau und eine Öffnung des Heldenplatzes zum Ring. Barbara Tóth schlägt in der gleichen Ausgabe in ihrem Kommentar einen neuen Namen für den Platz vor: "Forum der Republik". Matthias Dusini hat zuvor für das Künstlerhaus und einen Sponsor Haselsteiner plädiert.

Wiens ehemaliger Planungsstadtrat Rudi Schicker, jetzt Klubobmann der SPÖ, argumentierte im Falter vergangener Woche für einen Neubau, aber gegen einen Neubau auf dem Heldenplatz. Er nahm als Privatmann Stellung, nicht in seiner Funktion. Weitere Texte folgen in den nächsten Wochen.

In dieser Ausgabe nimmt Oliver Rathkolb Stellung. Der renommierte Zeitgeschichtler argumentiert für ein Haus der Geschichte Österreichs in der Hofburg. Alles andere wäre auch undenkbar, schließlich ist Rathkolb Vorsitzender des internationalen wissenschaftlichen Beirats des Hauses der Geschichte Österreichs. Die Debatte wird in den nächsten Wochen fortgesetzt.


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