Rechtsradikale, ein deutsches Problem

Man muss im Dunkeldeutschland Licht machen. Das geht nur, indem man hinschaut und hinlangt

Kommentar: Annette Ramelsberger | Falter & Meinung | aus FALTER 36/15 vom 02.09.2015

Und wieder wundern sich alle. Wieder schauen sie mit großen Augen in den Osten Deutschlands, sehen, wie in Heidenau bei Dresden ein rechter Mob aufmarschiert, Flüchtlinge jagt und Kanzlerin Merkel als "Volksverräterin" beschimpft. Volksverrat - darauf stand im NS-Regime die Todesstrafe. Dieses immer wieder neue Sich-Wundern, wenn sich die Rechtsradikalen zeigen, ist logisch nicht mehr nachzuvollziehen. Und dafür muss man nicht bis ins Jahr 1992 zurückblicken, als in Rostock-Lichtenhagen über Tage hinweg rechte Gewalttäter ein Flüchtlingsheim angriffen.

Man muss nur in den Prozess gegen die Terrorgruppe NSU vor dem Oberlandesgericht München gehen. Seit 200 Prozesstagen wird dort der Mord an neun Geschäftsleuten mit ausländischen Wurzeln und einer deutschen Polizistin verhandelt. 200 Tage, in denen immer deutlicher wird, dass der NSU, diese braune RAF, nicht nur aus den drei Rechtsradikalen Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt bestand, sondern dass er eingebettet war in

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