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Manche mögen's blutig: Das Märchen der Märchen

Lexikon | aus FALTER 36/15 vom 02.09.2015

Frei nach dem "Pentamerone", einer neapolitanischen Märchensammlung von Giambattista Basile aus dem 17. Jahrhundert, verwebt dieser aufwendige Fantasyfilm (Produzent: Jeremy Thomas) drei Geschichten zu einem Fluss traumartig surrealer Szenen, in denen es vor kranken Obsessionen, an Eifersucht oder der Melancholie laborierenden Königinnen und Königen sowie Monstern aus den Tiefen und Oger in den Bergen nur so wimmelt. Matteo Garrones "Das Märchen der Märchen" ist kaum weniger blutig als dessen famose Mafiachronik "Gomorrha" vor sechs Jahren. Auch hier geht es um die Willkür der Macht, um renitente Jugendliche und vom Schicksal gezeichnete Frauen. Und auch hier wieder setzen Regie, Kamera, Ausstattung bewusst auf analoges Handwerk, wenn man will: auf brutale Naivität. In den Hauptrollen spielen Salma Hayek, Vincent Cassel, Toby Jones und John C. Reilly.

Weiterhin in den Kinos (OmU im Votiv)


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