"Heiß umfehdet, wild umstritten"

Das Haus der Geschichte Österreichs als Wirbelwind in der Museumsszene

Debattenbeitrag: Oliver Rathkolb | Politik | aus FALTER 36/15 vom 02.09.2015

Wenn ich die über 500 Seiten dicke Pressemappe zum Haus der Geschichte Österreichs durchblättere, werde ich unweigerlich an diese achte Zeile der Bundeshymne erinnert. Und ebenso heftig wie über dieses Haus wird über die Tatsache gestritten, dass sich plötzlich etwas in den Ausstellungsräumen der Sammlung alter Musikinstrumente des KHM ändern sollte. Erstaunlicherweise druckte der Falter den Kommentar eines Autors der rechtspopulistischen Seite unzensuriert.at (Falter 34/15), der diese Notwendigkeit bestritt.

Ganz anders hingegen die öffentliche Meinung zu diesem Projekt. 58 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher begrüßen in einer validen Sora-Face-to-Face-Umfrage vom Juni ein Haus der Geschichte, 63 Prozent würden es besuchen. Wichtig ist den Befragten das Haus der Geschichte als "Forum für Zeitgeschichte". Als solches wird es bereits in den nächsten Monaten mit Tagungen und Workshops unter dem Slogan "Ein Museum gemeinsam denken" beginnen. Aus diesem interaktiven

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