Einschlafen, jetzt!

Ein schwedisches Kinderbuch manipuliert Kinder in den Schlaf. Ist das falsch?


Überlegung: Birgit Wittstock
Stadtleben | aus FALTER 36/15 vom 02.09.2015

Kinder, die nicht einschlafen wollen oder können, sind ein echter Elternalbtraum: Zwischen hysterischweinend und hyperaktiv-überdreht strapazieren sie die elterlichen Nerven, die, selbst vom Schlafentzug und Dauerstress gebeutelt, am Rande des Zusammenbruchs spazieren. Einschlafhilfen aller Art, vom ausgeklügelten Ritual über mit Kirschkernen gefüllte Pölsterchen bis zu Schlummerlichtern und ätherischen Ölen, sind deshalb sehr gefragt. Ein universelles und zuverlässiges Mittel gibt es zum Leidwesen geplagter Eltern aber nicht.

Vor kurzem ist jedoch ein Buch erschienen, das hundertprozentige Einschlafgarantie verspricht, von Eltern im Internet gehypt wird, als wäre es die schriftliche Variante des Mohnzutz, und das derzeit die Amazon-Bestsellerliste anführt: "Das Kaninchen, das so gerne einschlafen will". Das angebliche Wunderwerk des schwedischen Autors Carl-Johan Forssén Ehrlin beginnt mit einer Anleitung für den Vorleser und einer Warnung. "Lesen Sie dieses Buch niemals laut

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