In Feinarbeit von Hand gemacht

Andi Dvořák betreibt sein Label Fettkakao nicht, um Hits zu landen. Er will der Welt etwas schenken

Feuilleton | Porträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 36/15 vom 02.09.2015

In der Typologie der Musikbesessenen gibt es den verbissenen Sammler, der alle Platten aus einem Gebiet zusammentragen möchte; den Modernisten, der im Plattenladen immer zum gerade heißesten Scheiß greift; und den Missionar, der seine Umgebung mit seinen jüngsten Entdeckungen anfixen will -letzterer Typus kann ganz schön anstrengend sein, wenn er der Untergattung der Zwangsbeglücker angehört.

Andi Dvořák dagegen will als Betreiber des Labels Fettkakao, als DJ und Konzertveranstalter nichts weiter als das Glück weitergeben, das er selbst empfindet, wenn er neue Bands entdeckt. "Es wäre natürlich schön, davon leben zu können, aber es geht mir nicht darum, dass das Label Geld einbringt", sagt er. "Ich will die Musik, die mich begeistert, mit anderen teilen. Auch wenn ich Konzerte veranstalte, ist das ein Statement: 'Hey, hört euch das an!' Aber ich will niemand etwas reindrücken, die Leute sollen von selbst kommen."

Der Mittdreißiger bewohnt seine 50-Quadratmeter-Wohnung im


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