Kommentar Bundestheater

Der Bundestheater-Skandal kann sich jederzeit wiederholen

Falter & Meinung | Stefanie Panzenböck | aus FALTER 36/15 vom 02.09.2015

Die Bundestheater starten in eine neue Spielzeit, mit einem novellierten Gesetz als Grundlage und einem neuen Aufsichtsrat. Das war nach über eineinhalb Jahren der skandalösen Wirren auch bitter notwendig.

Wäre notwendig gewesen. Denn weder Gesetz noch Aufsichtsrat sind tatsächlich neu.

Was ändert sich? Die Bundestheater-Holding ist angehalten, ihr internes Kontrollsystem zu verbessern, damit die Gelder in Zukunft ordnungsgemäß verwaltet werden. Aber hätte sie das nicht vorher auch schon gewährleisten müssen? Das Kulturministerium wird nun nicht nur für die Ernennung der künstlerischen, sondern auch für die der kaufmännischen Geschäftsführer zuständig sein. Zusätzlich verteilt der Minister auch die finanziellen Mittel an Burgtheater &Co. Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) bekommt damit mehr Macht. Ein weniger kompetenter Minister könnte die auch missbrauchen.

Die Aufsichtsräte sind auch nicht neu, sondern nur geringer in ihrer Zahl. Der Vorsitzende des Holding-Aufsichtsrats


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