Aller Anfang ist schwer

Die Seestadt erwacht langsam zum Leben, die Aspern Sports Area aber bleibt ein Mysterium


Nachschau: Johann Skocek
Stadtleben | aus FALTER 36/15 vom 02.09.2015

An einem dieser letzten Sommerwochenenden lastet die Sonne schwer auf der Seestadt Aspern. Vor ein paar Monaten sind hier rund 6000 Menschen eingezogen, aber es ist kaum jemand auf der Straße zu sehen. Wer Zeit hat, campiert am grätzeleigenen See oder liegt am Swimmingpool. Die Autos stehen in den Tiefgaragen, die Atmosphäre erinnert an eines dieser Satellitenbauprojekte, in denen Kommunen zu Zeiten Olympischer Spiele üblicherweise Sportler, Funktionäre und Journalisten unterbringen.

Vor vielen Jahren hat man hier das Gerinnegewirr der Donau mit ungeheuren Mengen Schotter aufgeschüttet, bis 2028 wird auf dem brettelebenen Gelände eines der größten und ambitioniertesten Wohnbauprojekte der Stadt Wien realisiert. Groß, weil die Stadt auf rund 240 Hektar bis 2028 20.000 Bewohner unterbringen will. Das ist ungefähr der prognostizierte Zuzug eines Jahres. Rund fünf Millionen Euro investieren die Kommune und staatliche (Buwog) und private Bauträger. Das vielfältige Angebot an die

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