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Nichts geht mehr: Der Friedhof der einarmigen Banditen

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Politik | aus FALTER 36/15 vom 02.09.2015

Eine unscheinbare Gasse in Wien, Donaustadt. Die genaue Adresse soll nicht verraten werden. In einer Betriebshalle lagern hier jene Spielautomaten, die von der Polizei beschlagnahmt wurden. Seit 1. Jänner 2015 ist das sogenannte kleine Glücksspiel in Wien nicht mehr erlaubt. Das Spiel an Automaten wird durch Landesgesetze geregelt. Das Automatenspiel war in den vergangenen Jahren ein immer größeres Problem in der Stadt geworden. Insbesondere, da die eigentlich ursprünglich vorgesehenen Höchstgrenzen von 50 Cent Einsatz pro Spiel durch einfache Tastenkombinationen vervielfacht werden können - und so innerhalb von Minuten hunderte Euro verspielt werden können.

Auch gegen die seit dem Verbotserlass vielfach aufgestellten Wettautomaten soll demnächst gezielt vorgegangen werden.

Seit Inkrafttreten des Verbotes sind 404 illegale Geräte beschlagnahmt worden. "Die beschlagnahmten Geräte werden in einem Verfahren für verfallen erklärt und anschließend vernichtet", heißt es vonseiten der Stadt. Bis dahin werden sie in dem Depot zwischengelagert.


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