Bücher, kurz besprochen

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Politik | aus FALTER 36/15 vom 02.09.2015

Mit den Augen des Kindes

Über seine Kindheit während der Herrschaft der Nazis hat Günter Lucks gemeinsam mit dem Historiker Harald Stutte 2010 bereits das vielbesprochene Buch "Ich war Hitlers letztes Aufgebot. Meine Erlebnisse als SS-Kindersoldat" verfasst. Nach "Hitlers vergessene Kinderarmee"(2014) arbeitet sich das deutsche Autoren-Duo erneut an der Kindheit von Günter Lucks ab. In "Der rote Hitlerjunge. Meine Kindheit zwischen Kommunismus und Hakenkreuz" schildert Lucks das Heranwachsen in einer kommunistischen Arbeiterfamilie im Hamburg der 30er-Jahre, die Repressionen nach der Machtübernahme durch die Nazis bis hin zu den Nachkriegsjahren im "Arbeiter-und Bauernstaat" DDR. Die ausschließlich subjektive Perspektive der Erzählung, das vollkommene Fehlen jedweder Quellennachweise machen die Lektüre zur Herausforderung. JOSEF REDL

Günter Lucks mit Harald Sutte: Der rote Hitlerjunge. Meine Kindheit zwischen Kommunismus und Hakenkreuz. Rowohlt Taschenbuch Verlag, 233 S., € 10,30


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