Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Krugerstraße: Edel und Junk Seite an Seite


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 37/15 vom 09.09.2015

Die kleine Krugerstraße ist ein bisschen berühmt. Einerseits, weil das ehemalige Stundenhotel auf Nr. 11, das heutige Hotel zur Staatsoper, Vorbild für John Irvings Hotel New Hampshire war. Andererseits weil es hier das Café Krugerhof gab, das wahrscheinlich hässlichste Kaffeehaus der City, das aus irgendwelchen Gründen zum bevorzugten Aufenthaltsort von Generationen von Schulschwänzern wurde.

Der gute Fusions-Japaner

Beides ist Geschichte, die etwas verrufene Atmosphäre der Gasse, die schon seit dem 13. Jahrhundert so heißt, kann man aber noch wittern -für abgeschabte Touristenlokale und Junkfood-Hütten übt die Kärntnerstraßen-Seitengasse immer noch einen gewissen Magnetismus aus.

Die Luxusklasse setzt sich aber unaufhaltsam durch, besonders deutlich manifestiert in Form des Shiki, eines japano-europäischen Gourmet-Restaurants des Geigers und Dirigenten Jōji Hattori, der das ehemalige Tenmaya übernahm, sich von den BEHF-Architekten einen eindrucksvoll dunklen Gourmettempel

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