Den Dämon im Blick

Burg-Schauspieler Johannes Krisch spielt Jack Unterweger in Elisabeth Scharangs neuem Film. Auf die Rolle bereitete er sich mehrere Jahre vor

Porträt: Michael Omasta | Feuilleton | aus FALTER 37/15 vom 09.09.2015


Foto: Christian Wind

Foto: Christian Wind

Schnee peitscht zu laut röhrender Musik über die Kinoleinwand. Jack und seine Komplizin Charlotte kreuzen in einem Ami-Schlitten durch die Nacht, auf der Rückbank eine junge Frau, die sie bei ihrem letzten Einbruch überrascht hat. Wenig später zerrt Jack die Zeugin aus dem Wagen; Charlotte, und wir mir ihr, hört einen furchtbaren Schrei aus dem Off, doch was auf dieser Lichtung im tiefverschneiten Wald geschehen ist, wird erst ganz am Ende gezeigt.

„Ich find das gut“, sagt Johannes Krisch, der im Film „Jack“ die Titelfigur des Häfenpoeten und mutmaßlichen Serienmörders Jack Unterweger verkörpert, „dass es keine expliziten Gewaltdarstellungen gibt. Ich bin ein Verfechter davon, dass man net unbedingt alles zeigen muss, sondern dem Zuschauer sehr wohl auch Freiheiten zugestehen sollte.“

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