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Einmal Pop-, einmal Trashliteratur

Feuilleton | aus FALTER 37/15 vom 09.09.2015

"Martin zieht sich aus, wenn er besoffen ist. Martin hat den Kleineren als ich." Die große Schar der Depeche-Mode-Fans teilt sich in zwei Lager: Die einen lieben den Rockstar-Frontman Dave Gahan, die anderen Songwriter und Zweitstimme Martin L. Gore. Letzteren wird Daniel Mezgers popliterarischer Monolog "Als ich einmal tot war und Martin L. Gore mich nicht besuchen kam" eher nicht so gefallen.

Gahan darf sich darin den Blues von der Seele reden. Sein Bandkollege habe ihn nie ernst genommen, und sein Plan, durch eine Heroin-Überdosis unsterblich zu werden, hat bekanntlich auch nicht funktioniert: Nachdem er zwei Minuten klinisch tot gewesen war, konnten ihn die Notärzte zurück ins Leben holen. Die - fiktive - Erzählsituation ist hübsch, Gahan heult sich bei Britney Spears aus, die er in einem Club in L.A. kennenlernt. Irgendwann nervt sein Selbstmitleid aber. Kein Wunder: Der Rezensent ist ein Gore-Mann. SF

Daniel Mezger: Als ich einmal tot war und Martin L. Gore mich nicht besuchen


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