Jubiläum mit Dropouts

Beim 10-Jahres-Fest des Kunstraum Niederösterreich wurde der Kunstpreis H13 vergeben und über das Aussteigen sinniert

Feuilleton | Reportage: Nicole Scheyerer | aus FALTER 37/15 vom 09.09.2015

Die Touristen im Gastgarten des Café Central heben die Köpfe, als aus dem gegenüberliegenden Palais plötzlich laute Rockmusik dringt. Beim Zehn-Jahres-Fest des Kunstraum Niederösterreich treten Künstlerbands auf, die gerade ihren Soundcheck machen. Die Bühne ist im Hof aufgebaut, wo jetzt die Gäste eintrudeln. Dort stehen auch zusammengezimmert aussehende Skulpturen, die der Künstlerverein Kulturdrogerie für diesen Abend beigesteuert hat. Sie sollen danach die Landschaft schmücken und überwuchert selbst Teil der Natur werden.

Wo davor die Kantine der Landesbeamten untergebracht war, sperrte 2005 eine Galerie auf, die zum Glück nicht darauf abzielte, die "eigenen" Künstler zu protegieren. Der von Christiane Krejs geführte Kunstraum Niederösterreich zeigte von Anfang an junge Kunst aus dem In-und Ausland. Originelle, oft sogar experimentelle Ausstellungsideen wurden dort realisiert. Zur Profilschärfung trug auch der Kunstpreis H13 für Performance bei, der an diesem Abend


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