"Jeder kann etwas tun"

Cecily Corti betreibt in Wien vier Einrichtungen für Obdachlose. Jetzt erscheinen ihre Memoiren. Im Interview erklärt sie, was soziales Engagement mit uns macht

Stadtleben | Interview: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 37/15 vom 09.09.2015


Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Mitleid“, sagt Cecily Corti, „Mitleid ist nichts für mich.“ Corti, 75, hat in einem Alter begonnen, sich für Menschen in Not einzusetzen, in dem andere an den Ruhestand denken. Die Witwe des Regisseurs Axel Corti betreibt in Wien vier Einrichtungen für Obdachlose. Ihr soziales Engagement mit der VinziRast, für das sie mehrfach ausgezeichnet wurde, schließt die direkte Konfrontation ein; sie will Teil einer Situation sein und nicht nur Almosen verteilen. Das ist auch der Grund dafür, dass sie – gemeinsam mit Ehrenamtlichen – regelmäßig Nachtdienste in der Meidlinger Notschlafstelle übernimmt. Charity-Lady geht jedenfalls anders: „Man muss auf dem Grund gewesen sein“, lautet der Titel von Cecily Cortis Memoiren; das Buch wird diese Woche präsentiert.

Falter: Sie kommen gerade aus dem Nachtdienst in der VinziRast. Hatten Sie eine ruhige Nacht, Frau Corti?


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