Musiktheater Kritiken

Afrikanischer Sozialismus als Musiktheater

Lexikon | HR | aus FALTER 37/15 vom 09.09.2015

Die Soprane Marie-Christiane Nishimwe und Bibiana Nwobilo, der Bariton Rupert Bergmann, weitere Darsteller als teils zwielichtige Geschäftemacher und vor allem schwarze Frauen und Kinder aus der Wiener African Community spielen mit ansteckender Freude in "Ujamaa Paradise", in dem Thomas Desi die Geschichte Tansanias, das von Julius Nyereres Sozialismus geprägt wurde, zum Ausgangspunkt seines musiktheatralen Experiments machte. Dafür adaptierte er teils ohne Orchesterbegleitung gesungene Musik mit geschickten textlichen Anpassungen aus Mozarts "Zauberflöte" und versuchte, eine Geschichte zu finden, "die Afrika selbst hervorbringt, das, was Afrikanerinnen und Afrikaner selbst denken". Das ist ihm und den Akteuren gelungen.

Werk X, Fr, Sa 20.00


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