Musiktheater Kritiken

Salzkammergut-Schlagerrevue in Postkartenidylle

Lexikon | HR | aus FALTER 37/15 vom 09.09.2015

In den Niederungen der Revueoperette setzte Erfolgsproduzent Erik Charell in Berlin 1930 gleich auf mehrere Komponisten. Neben Ralph Benatzky, der "Im weißen Rössl" das Glück vor der Tür stehen lässt, zog er auch Robert Stolz heran, die "ganze Welt himmelblau" sein zu lassen, ließ Bruno Granichstaedten dafür sorgen, dass Zahlkellner Leopold "net zuschaun" kann und Robert Gilbert für den glatzköpfigen Sigismund einen Foxtrott beisteuert. Zur Sicherheit weiß auch der Kaiser Franz Joseph noch, dass es "im Leben einmal so" ist. Auf den Höhen einer Bergpostkarte und in den Tiefen des Wolfgangsees tummeln sich Blaskapellen, Schuhplattler, Berliner Fabrikanten und Rechtsanwälte samt Töchtern, und die resche Rösslwirtin jodelt dazu. Klischees, auch selbstironische, werden keine ausgelassen, aber unterhaltsam inszeniert ist es allemal.

Volksoper, Do, Mo 19.00 (bis 14.12.)


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