Geh auf die Straße spielen!

Mit Ausrufezeichen: Bei den Wiener Spiel!straßen dürfen Kinder auf der gesperrten Fahrbahn spielen -ein Hochgefühl

Stadtleben | Strassenbesuch: Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 37/15 vom 09.09.2015

Es ist noch gar nicht so lange her, dass in Wien Kinder auf der Straße spielten. Wenn sie das heute tun, verdrehen Passanten ihre Hälse. Um dann beruhigt weiterzugehen. Die Richtergasse im 7. Bezirk ist an diesem Donnerstagnachmittag zur Hälfte abgesperrt. Die Sackgasse, die an die Neubaugasse grenzt, eignet sich hervorragend für das Projekt "Wiener Spiel!straße".

Die Richtergasse ist ruhig, und wegen des Parks kommen viele Kinder vorbei. Auf der Straße ist "Himmel und Hölle" aufgezeichnet, ein dreijähriges Mädchen hüpft mit in die Mundwinkel geklemmter Zunge. Ein Bub schlägt mit Hilfe eines Betreuers Nägel in eine Holzplatte, auf der man eine Art Pfitschigogerln spielen darf. Man hat drei Versuche, um eine Münze um die Nagelfußballer herum ins Tor zu kicken.

Am beliebtesten sind Geschicklichkeitsgeräte wie Stelzen, Jonglierteller, Ringewerfen, Springseil oder Skateboards. Die eigentliche Zielgruppe, erzählt eine Betreuerin, seien die Sechsbis 13-Jährigen, tatsächlich sind


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